06.12.2016 - Start des einzigartigen Solarprojektes

Am 6. Dezember 2016 fand der Spatenstich für das Solarkraftwerk HORIZON auf dem Gelände der ARA Chur statt. Als Bauherrin hat die IBC gemeinsam mit dem Grüscher Jungunternehmen dhp technology und Vertretern der Stadt Chur den Startschuss für das weltweit erste Solar-Faltdach über den Becken einer Kläranlage gegeben. Unterstützt wird dieses zukunftsweisende Projekt vom Bundesamt für Energie und von der Stiftung für Innovation, Entwicklung und Forschung Graubünden.

HORIZON ist ein bewegliches Leichtbausystem basierend auf Seilbahntechnologie, dass die doppelte Nutzung der überdachten Fläche ermöglicht. So können die Klärbecken, die aus betrieblichen Gründen jederzeit von oben zugänglich sein müssen, für die Produktion von Solarenergie genutzt werden. Die Überdachung der Becken reduziert gleichzeitig die Algenbildung und somit den Wartungsaufwand der ARA Chur.

Nach der Inbetriebnahme des Kraftwerks im 1. Semester 2017 übernimmt die IBC die Betriebsverantwortung und liefert den Solarstrom direkt an die ARA Chur. Die produzierte erneuerbare Energie wird direkt vor Ort verwendet, weshalb weder Investitionen in Netzverstärkungen noch eine kostendeckende Einspeisevergütung durch den Bund notwendig sind. Mit einer jährlichen Stromproduktion von 660'000 kWh können rund 20% des Strombedarfes der ARA Chur mit umweltfreundlicher Solarenergie abgedeckt werden.

Unter ibc-chur.ch können alle Interessierten den Baufortschritt des weltweit ersten Solar-Faltdachs mitverfolgen.


14.01.2016 - Neujahrsapéro/Runder Tisch

Das INNOZET bei CEDES

Photonics im Aufzug

Einen ganz spannenden Abend verbrachten die Mitglieder des INNOZET-Netzwerks am diesjährigen Neujahrsapéro und Runden Tisch-Events am 14. Januar 2016 bei der CEDES in Landquart.

Auf Vermittlung von Gründer Beat De Coi war CEO Christian Erik Thöny unser Gastgeber. Er und sein Standortleiter in Landquart, Jürg Züst, zeigten uns die Highlights (dieser Begriff ist mit dem Testlift-Turm wörtlich zu nehmen!) auf einem eindrücklichen Rundgang durch den „Science Park“. Der erst kürzlich erfolgte Verkauf der Aktienmehrheit an den Schwedischen Türautomation und Schliesstechnologie-Konzern ASSA ABLOY bietet dem Bündner Vorzeigeunternehmen gemäss Thöny grossartiges Entwicklungspotential, weil die CEDES-Produkte optimal ins Portfolio des neuen Besitzers passen. Der Aufzug ist in diesem Fall nicht nur der Ort, wo die meisten Produkte der CEDES zur Anwendung kommen. Auch das Unternehmen selbst dürfte mit dem Global Deal einen besteigen, denn mit den schier grenzenlos wachsenden Hochhausprojekten, stark konzentriert im Nahen und Fernen Osten, werden die Aufzüge nicht nur immer schneller und länger sondern auch wesentlich zahlreicher und technisch anspruchsvoller. Geniale Aussichten für den Weltmarktleader in der Tür- und Steuerungskontrolle dieser Fahrzeuge!

Und damit andere INNOZET Firmen nicht nur träumen müssen, es auch einmal so weit zu schaffen wie die CEDES, hat uns der Bündner KTI Coach Dr. Walter Ammann das effizienteste und effektivste Schweizer Förderprogramm, eben das KTI Programm des Bundes, kurz und bündig erklärt und alle von uns auf den neuesten Wissensstand gebracht. Grund zum Jammern kennen die Mitglieder des INNOZET nicht. Im Austausch der Erfahrungen des letzten Jahres berichteten die INNOZET-Mitglieder, dass sie trotz Frankenschock und teilweise schwierigem Marktumfeld fast durchwegs Wachstum verzeichnen konnten und strahlen dank Anstrengungen im Innovationsmanagement und Effizienzgewinnen Zuversicht aus, im eben angebrochenen Jahr wieder positive Resultate generieren zu können.

Herzlichen Dank an alle Teilnehmer und insbesondere unseren Gastgebern der CEDES AG, Christian-Erik Thöny und Jürg Züst für den gelungenen Abend für alle SensOhren, Augen und Gaumen.


Betriebsrundgang bei CEDES AG 

Fotos: Markus Haltiner


20.11.2015 - Prättigauer Industriereferat

Gutes Bildungsniveau und Offenheit für Einflüsse von aussen als wichtigste Erfolgsfaktoren für die frühe Industrialisierung der Schweiz

Prof. Dr. Reinhold Bauer, Inhaber der Berthold Leibinger Stiftungsprofessur für  Wirkungsgeschichte an der Universität Stuttgart sprach am 20. November 2015 vor 120 Gästen zum Thema „Vom Agrar- zum Industriestaat? Zur Heterogenität der Schweizer Industrialisierungsgeschichte.“

Dass sich die Industrialisierung der Schweiz schwergewichtig im Textilsektor abwickelte, war vermutlich für die meisten Zuhörer weniger überraschend als die Analyse, dass es vorwiegend die reformierten Gebiete waren, die diese Entwicklung angetrieben haben. Von der napoleonischen Kontinentalsperre begünstigt, wurde auch mit unzimperlichen Methoden, die man heute Betriebsspionage nennen würde und die auch simples Kopieren englischer Technologie und das Nachbauen von dorther stammender Maschinen beinhalteten, die Voraussetzungen geschaffen, hierzulande die industrielle Revolution, die sich jedoch vom Tempo her eher in Form einer Evolution abwickelte, in Gang zu bringen. Dieser für die Bevölkerung äusserst schmerzvolle Prozess  - viele Heimarbeiter verloren dabei ihre Existenzgrundlage – spielte sich in der Schweiz deshalb relativ früh ab, weil ihn auch einige inländische Faktoren sehr begünstigten. Prof. Bauer verwies auf ein relativ hohes Bildungs- und Ausbildungsniveau, nannte neben der Offenheit gegenüber Einflüssen von aussen und der Fähigkeit zur Adaption und Weiterentwicklung fremder Technologien auch eine hohe Gewerbefreiheit, insbesondere auf dem Lande. Sehr zentral erachtet er auch die offene Integration in internationale Kapital-, Stoff-, Informations- und Migrationsströme.
Der Prozess der Industrialisierung war auch in der Schweiz alles andere als schmerzfrei - Prof. Bauer benützte den von Alois Schumpeter eingeführten Begriff der „schöpferischen Zerstörung“- aber er hat schlussendlich der Schweiz zu einer Position der Innovationsführerschaft verholfen, ihr Wohlstand und Glück gebracht.

Prof. Dr. Berthold Leibinger würdigte den Vortrag von Prof. Bauer als gelungene Darstellung der Erfolgsfaktoren für die Industrialisierung der Schweiz. Kummer mache ihm heute die Tendenz in der Schweiz zu Entscheiden in Richtung einer Abschottung, das halte er für gefährlich. Er plädierte für die Beibehaltung der Offenheit der Schweiz gegenüber den äusseren Einflüssen, denn diese habe nicht nur in der Vergangenheit zum Erfolg der Schweiz beigetragen, sondern werde das auch in Zukunft tun. Siehe auch Medienspiegel 2015


24.03.2015 - Stellenbörsetag NTB

Das INNOZET präsentierte sich am NTB, Buchs

Gespräche mit Studierenden der NTB über die Angebote des INNOZET: Die Gründung eines eigenen Unternehmens und Stellenangebote unserer INNOZET-Jungunternehmen.

Unsere nächsten Auftritte:
15. April 2015 HSR, Rapperswil - Stellenbörsetag 1-Schulgebäude, 1. OG
22. April 2015 ETH, Zürich - Polymesse, E-Stock Nordhof, Stand 31

Fotos: Roland Seeger

Weitere Inpressionen zum Anlass.


14.01.2015 - Neujahrsapéro und Runder Tisch

„Zeig dem Wolf den Hirsch“
Das Netzwerk des INNOZET trifft sich zum Runden Tisch und Neujahrsapéro bei Hamilton Bonaduz AG

Glücklich, wer ein solches Vorzeigeunternehmen zu seinem Netzwerk zählen darf. Letztmals vor 10 Jahren hat das INNOZET seine Netzwerkpartner, die Kooperationsunternehmen und die im INNOZET arbeitenden Jungunternehmen, zur Hamilton Bonaduz eingeladen. Es darf mit Fug und Recht behauptet werden, dass das damals noch ein ganz anderes Unternehmen war als die Hamilton, die das staunende Publikum heute präsentiert bekam. CEO Andreas Wieland überzeugte die Besucher, zu denen übrigens auch der neue Wirtschafts- und Sozialminister Graubündens, Dr. Jon-Domenic Parolini gehörte, mit welch raffinierter und trotzdem bodenständiger Strategie Marktlücken konsequent aufgedeckt und zielstrebig genutzt werden. Die Philosophie, dass bei einem guten Geschäft immer das Verbrauchsmaterial die Haupteinnahmequelle darstellen soll, und die den Abteilungsleitern zugestandene unternehmerische Freiheit sind nur zwei der zahlreichen Gründe, warum die Hamilton sich zu einem präferierten und prämierten Arbeitgeber und ausserordentlich erfolgreichen Unternehmen entwickelt hat. Dass Unternehmer Wieland seine „Prättiger“ Wurzeln trotz breitester globaler Erfahrungen nach wie vor in sich trägt, bewies er mit seiner nach Jägerlatein anmutenden, aber im Endeffekt sicher wirkungsvollen „Führungslehre“, dass man die jungen, gut ausgebildeten Mitarbeiter nicht mit Geld oder anderen komischen Zielen motivieren müsse, man müsse den Wölfen nur zeigen, wo der Hirsch sei!
So ist es denn zwar nicht erstaunlich, aber doch bemerkenswert, dass die Hamilton-Lehrlinge regelmässig mit Goldmedaillen von den Schweizer Berufsmeisterschaften nachhause kommen und die Patentämter mit dem Abwickeln von Anmeldungen aus dem Hause Hamilton wohl oft an die Kapazitätsgrenzen oder darüber hinaus geraten.
 
Ein begeisternder, inspirierender und erfrischender Abend, nur zu einem kleinen Teil wegen des Apéros, aber auch deswegen. Herzlichen Dank, lieber Andreas!

 

Betriebsrundgang bei Hamilton Bonaduz


01.01.2015 - Hansjörg Trachsel neuer Präsident

Man darf es als Glücksfall für die Bündner Stiftung INNOZET betrachten, dass sich mit Hansjörg Trachsel der aufgrund der Amtszeitbeschränkung aus dem Amt ausgeschiedene Wirtschaftsminister des Kantons Graubünden als Präsident dieser Institution zur Verfügung stellt. „Ich sehe in dieser Aufgabe eine schöne Gelegenheit, mein breites Netzwerk in Wirtschaft und Politik weiter einsetzen zu können. Die Ziele dieser Stiftung treffen bei mir auf offene Ohren. Ich will aktiv dazu beitragen, Arbeitsplätze in Graubünden zu schaffen. Insbesondere im Zusammenspiel mit etablierten Industriepartnern wie TRUMPF und Wittenstein fährt die Stiftung INNOZET ein Erfolgsmodell, zu dem ich meinen persönlichen Beitrag leisten will“, sagt Trachsel.

Der scheidende Präsident, Franco Jenal, bis im Sommer 2014 kaufmännischer Geschäftsführer der Grüscher TRUMPF-Betriebe, meint: „Von Hansjörg Trachsels weitverzweigtem Netzwerk profitiert das INNOZET in grossem Masse. Ich durfte die ganze Entwicklung dieses Startup-Centers, zusammen mit dem spiritus rector dieser Institution, Dr. Ulrich Gadient, zuerst während sechs Jahren als Geschäftsführer mitgestalten, und dann anfangs 2012 von ihm das Stiftungsratspräsidium übernehmen. Es freut mich ausserordentlich, dass wir die Idee von Dr. Gadient und das gemeinsam Erreichte an eine so erfahrene und sowohl schweizweit wie auch durch ihre sportlichen Aktivitäten im Rahmen des Weltbobverbandes international vernetzte Persönlichkeit weitergeben dürfen.“ Der Präsidiumswechsel der Bündner Stiftung INNOZET ist formal auf den Jahreswechsel 2014/15 erfolgt. Dem neuen Präsidenten zur Seite steht weiterhin der Geschäftsführer Markus J. Haltiner.

Hansjörg Trachsel ist 1948 geboren, aufgewachsen im Kanton Bern, studierte Bauingenieur HTL und arbeitete in der Privatwirtschaft als Geschäftsführer der Edy Toscano AG. Als Politiker war er langjähriger Gemeindepräsident von Celerina, vertrat das Oberengadin im Grossen Rat, wurde 2000/01 Standespräsident und zeichnete seit 2005 bis Ende letzten Jahres als Regierungsrat und Mitglied der Bündner Regierung verantwortlich für die Volkswirtschaft und nach der Reorganisation der Departemente auch für das Ressort Soziales.

Die Bündner Stiftung INNOZET mit Sitz in Grüsch setzt sich seit 2001 für die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen in der Hightech-Branche im vorderen Prättigau ein. Als Inkubator für Jungunternehmen fördert sie die Gründung von spin-offs und start-ups im Technologiesektor und berät und begleitet sie in ihren ersten Geschäftsjahren. Bisher wurden 11 Unternehmen angesiedelt, welche insgesamt 175 Arbeitsplätze geschaffen haben.
Siehe auch Medienspiegel 2015.


18.11.2014 - Prättigauer Industriereferat

"Die ETH - Schwergewicht im Wissens- und Technologietransfer sowie in der Innovation"

Schweizer Forschung in der Championsleague oder auf Provinzniveau? ECOPOP entscheidet!

Mit den Prättigauer Industriereferaten pflegt die Bündner Stiftung INNOZET seit nunmehr 13 Jahren die Kontakte in ihrem breiten Netzwerk und einem öffentlichen Publikum, das sich für wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen sowie ihre Aktivitäten interessiert. Die Stiftung nutzt solche Gelegenheiten, um das Kernziel des INNOZET, nämlich die Ansiedlung neuer Jungunternehmen und damit das Schaffen von hochwertigen Arbeitsplätzen in unserer Region, dem Publikum in Erinnerung zu rufen. 

Am 18. November hat die 12. Ausgabe der Prättigauer Industriereferate im Grüscher Startup-Zentrum INNOZET stattgefunden. Während in manchen Jahren das Thema der Veranstaltung nur einen eher entfernten Bezug zu den Aktivitäten des INNOZET hatte, war dieser heuer sehr eng. Vor vollen Rängen stellte Hauptreferent Dr. Fritz Schiesser, Präsident des ETH-Rates und ehemaliger Glarner Ständerat, dem Publikum die ganze Bandbreite der zum ETH-Bereich gehörenden Institutionen vor, welche insgesamt 28'000 Studierende und Doktorierende sowie fast 20'000 Mitarbeitende zählen. Der enge Verbund unter dem Dach des Bundes von so namhaften Forschungsstätten wie dem Paul Scherrer Institut (PSI), der Eidgenössischen Materialprüfungsanstalt (EMPA) und den beiden Technischen Hochschulen von Weltrang ETH Zürich und EPFL Lausanne erlaubt es der Schweiz, auf dem Bildungs- und Forschungssektor in der Championsleague mitzuspielen. In diesem Netzwerk gibt es ausserdem noch der Allgemeinheit weniger bekannte, unter Fachkreisen jedoch ebenso renommierte Institutionen wie das WSL (eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft) oder die EAWAG, das Forschungszentrum rund ums Wasser. In Graubünden besser bekannt ist das in Davos beheimatete SLF, Schnee- und Lawinenforschungszentrum, welches zum WSL gehört.

Dr. Schiesser zeigte überzeugend auf, dass es für diese Institutionen von ausschlaggebender Wichtigkeit ist, aus dem weltweiten Pool der Professoren, Forscher und Studierenden die Besten ihres Fachs anziehen zu können. Nur so können sie auch in der Zukunft weiter in der Championsleague mitforschen und den Schweizer Hochschulen einen Platz unter den toprangierten Bildungsinstitutionen der Welt garantieren. Schon mit der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative ist der Schweiz der Zugang zu Austauschprogrammen und Forschungsgeldern in grossem  Ausmass verloren gegangen. Die ECOPOP-Initiative, über die das Schweizer Stimmvolk am 30. November abstimmt, birgt aber noch viel grösseres Schadenspotenzial, indem sie den Zugang all dieser klugen Köpfe zu unseren Forschungsinstitutionen verwehrt, ohne die auch eine ETH in ein paar wenigen Jahren in die Provinzialität abzurutschen droht. Das Fazit ist schnell gezogen: Will man zur Weltklasse gehören, muss man mit der Weltklasse kommunizieren und ihr gegenüber offen sein und ECOPOP ablehnen. Alles andere ist ein Schuss ins eigene Knie.

Der Doyen der TRUMPF-Gruppe, Professor Dr. techn. Dr.-Ing. E. h. Berthold sprach das Schlusswort der Prättigauer Industriereferate. Leibinger wünscht sich, dass die beiden TRUMPF-Standorte Baar und Grüsch weiterhin in einem Umfeld gedeihen können, das es mit den bekanntesten Deutschen Forschungsanstalten, dem Max Planck- und dem Fraunhofer-Institut aufnehmen kann, und dass ausländischen Investoren in die Schweizer Industrielandschaft das Gefühl des Willkommenseins nicht nur für die investierten Geldmittel, sondern auch auf der menschlichen Ebene entgegengebracht wird.  Der vielseitig interessierte und engagierte Leibinger meint denn auch, dass zur erfolgreichen Weiterentwicklung des Bündner Ablegers seines Lebenswerks neben der rein technisch orientierten Thematik eine interdisziplinäre Entwicklung auch auf dem Gebiet der Geisteswissenschaften einhergehen muss, um ein anregendes geistiges Umfeld zu schaffen.

Der eingangs erwähnte enge Bezug des Abendthemas zu den Aktivitäten des INNOZET besteht darin, dass das Gründerzentrum und seine Partner mit vielen Bildungs- und Forschungsinstituten, darunter selbstverständlich auch der ETH,  einen intensiven Kontakt pflegen. Einerseits soll damit unter Studierenden, Doktorierenden und Forschenden das Angebot des INNOZET bekannt gemacht werden, um als möglicher Standort für ein spin-off oder start-up in Betracht gezogen zu werden. Andererseits unterstützt die Stiftung die Bestrebungen ihrer Industriepartner, den Wissens- und Technologietransfer von der Forschung in die Industrie, aber auch in die gegenteilige Richtung zu intensivieren. Auch das INNOZET baut für die erfolgreiche Erfüllung seiner Aufgaben auf eine weltoffene, leistungsorientierte und sich dem internationalen Wettbewerb stellende Schweiz. Die Annahme der ECOPOP-Initiative wäre eine totale Verweigerung dieser Prinzipien. Die Stimmbürger haben es in der Hand: Weltklasse oder Provinz! Siehe auch Medienspiegel 2014

Foto: Erwin Keller


11.06.2014 - Runder Tisch bei MICROPOOL

zum Thema: Lehrlingsausbildung in Jungunternehmen.
Das Netzwerk der Bündner Stiftung INNOZET konzentriert sich auf den Werkplatz Nordbünden. Mit einer Ausnahme: Das einzige ausserkanto­nale Mitglied der Kooperationsgesell­schaften, war am 11. Juni Gastgeber für den Runden Tisch der Netzwerk­partner. Geschäftsführer Markus Probst und seine Mitarbeiter stellten uns die Strategie, die Aktivitäten und die Räumlichkeiten ihres Unterneh­mens vor. Mit viel Engagement und Herzblut haben uns die Mitarbeiter von Micropool ausgewählte Projekte aus den Teilgebieten Elektronik-Dienstleistungen, Produktentwicklung und Beratungsdienstleistungen ge­duldig erklärt. Die Breite der Palette von angebotenen Leistungen dieses Unternehmens mit einer 18-jährigen Geschichte ist beeindruckend. Es verwundert denn auch nicht, dass es nicht nur Industriekunden, sondern auch Vertreter der Medizinsparte und Konsumgüterhersteller zu seiner Kundschaft zählen kann.

Neben der Micropool stand auch ein Jungunternehmen des INNOZET im Mittelpunkt des Abends, die mcs ag. Diese Firma hat nämlich mit ihrem ersten selbst ausgebildeten Informa­tiklernenden Geschichte geschrieben. Remo Schneller wurde, betreut von Eric Gutmann, gleich bester seines Jahrgangs beim Lehrabschluss der Informatiker im Kanton Graubünden und rangierte sich sogar als einer der zehn Besten der Schweiz. Diesen Erfolg prämierte das INNOZET mit der Vergabe des diesjährigen Anerken­nungspreises dotiert mit Fr. 5'000 an die mcs. Franco Jenal, Präsident der Bündner Stiftung INNOZET überreichte Martin Metzger, dem Geschäftsführer der mcs ag, Grüsch einen symbolischen Check.

Der Geschäftsführer des INNOZET, Markus J. Haltiner, nahm diese Ge­legenheit zum Anlass, das Thema „Lehrlingsausbildung in Jungun­ternehmen – ein Erfolgsmodell?“ mit Gastgebern und Gästen zu be­sprechen. Dieser Erfahrungsaus­tausch stiess auf breites Interesse und bis auf die Kleinstunternehmen wollen sich alle INNOZET-Firmen in der Zukunft in diese Richtung enga­gieren. Es stimmten alle zu, dass das Engagement für Lehrlingsausbildung zwar zeitlichen und finanziellen Mehr­aufwand bedeutet, dass sich dieser Aufwand aber durchaus lohnt, weil viele non-monetäre Effekte, wie Fir­menidentifikation, Know-how-Ma­nagement im Unternehmen, Team­geist und Vieles mehr resultieren. Grosse Freude an dieser positiven Einstellung, der auch bestimmt Taten folgen werden, hatte unser Ehrengast, die Leiterin des Bündner Amtes für Berufsbildung, Rita Wiesendanger. Sie lobte den initiativen Geist im INNOZET und sicherte uns allen die volle Unterstützung ihres Amtes bei Fragen und Problemen zu, sogar den ausserkantonalen Mitgliedern, so­lange es ihre Kompetenzen zuliessen. Besten Dank, insbesondere an Ge­schäftsleitung und Mitarbeiter der Micropool für die Gastfreundschaft und allen Teilnehmern für ihr Erschei­nen und die spannende Diskussion. www.micropool.ch
Impressionen Fotos: MICROPOOL


25.10.2013 - Prättigauer Industriereferat

"Der EURO - eine Gefahr für Europa"

Der Euro – keine andere „Institution“ hat soviel dazu beigetragen, dass Europa eine rekordverdächtige Zeit in Frieden lebt, dass Europa ein Stabilitätsfaktor in der Globalisierung wurde, hat geholfen das Wiederaufkeimen eines deutschen Nationalismus einzuschränken und Deutschland in Europa und der Welt zu integrieren, hat Europa eine sehr flache Inflation gesichert. Und trotzdem:
Zahlt Deutschland zu viel dafür? Bisher hat Deutschland auch davon profitiert,  dass die anderen Europäer die deutschen Produkte in so grossem Masse nachgefragt haben. Aber das können nun viele von ihnen nicht mehr. Die innereuropäische Nachfrage sinkt.
Geht es in Europa ohne die Zweiteilung in ein „Europa der zwei Geschwindigkeiten“ überhaupt weiter?

Rund um diese Fragen haben die Besucher des Prättigauer Industriereferats im INNOZET eine spannende und hochstehende Diskussion erlebt. Dr. Marc Beise hat keinen Hehl aus seiner Enttäuschung über die verloren gegangene positive Dynamik um den Euro gemacht. Bis vor einem Jahr war er bekennender Euro-Fan. Dass ausgerechnet die Deutsche Politik die klaren Regeln zur europäischen Finanzpolitik der Lächerlichkeit preisgegeben hat, ärgert ihn. Professor Berthold Leibinger macht Mut mit einem Zitat von Immanuel Kant: „Unser Entscheiden reicht weiter als unser Erkennen“. Es gibt keinen Weg zurück. Beise nennt es Strategie des „muddling through“, wie man jetzt auf den Weg der Tugend zurückfinden muss. Unterstützung an ein recht hilfloses aber handlungswilliges Griechenland, Budgetdisziplin kombiniert mit Bekämpfung der (Jugend-) Arbeitslosigkeit in Südeuropa, grosse Solidarität Deutschlands mit den Mitgliedsstaaten sind dringende längerfristige Forderungen an die europäische Politik. Leibinger hätte es gerne geordneter in Form eines Marshallplanes für Europa.  Einfach wird das nicht, das anerkennt auch er.

Die Reaktionen unserer Besucher haben gezeigt, dass die Referenten das Thema in einer sehr offenen, verständlichen und lebendigen Art angegangen sind. Die Gespräche beim Apéro waren entsprechend engagiert. Wir danken unseren Gästen für den Besuch, den Medien für die Berichterstattung (s. Medienspiegel 2013) und freuen uns schon jetzt auf das nächste Prättigauer Industriereferat im INNOZET.

Fotos: Erwin Keller


28.08.2013 – Runder Tisch bei TRUMPF Laser Marking Systems

Wenn Wachstumsstrategien zum Thema gemacht werden, kommt man hier im Prättigau an der TRUMPF sicherlich nicht vorbei. Unser Netzwerk-Anlass, der Runde Tisch, zu dem wir neben unseren eigenen Unternehmen immer auch die INNOZET-Kooperationsgesellschaften einladen, bot Anlass, die neue Produktionshalle der dritten, aber immer gewichtigeren TRUMPF-Tochter am Standort Grüsch, der TRUMPF Laser Marking Systems, zu besichtigen. Der jugendlich wirkende neue Produktionsleiter, Herr Phillip Schuell, steckte die Besucher gleich mit seinem inneren Feuer und seiner Sachkompetenz für die Perfektionierung der Produktionsabläufe an. Er erklärte uns die Synchro-Methode, eine TRUMPF-Adaptation des Lean Six Sigma-Ansatzes, so plastisch, dass man, inspiriert von der lichtdurchfluteten, offen anmutenden Produktionshalle, gleich mit Hand anlegen wollte. Hätten wir’s getan, wär’s wohl nicht gut herausgekommen.

Am Runden Tisch sollen sich unsere Jungunternehmer mit den etablierten Unternehmern des Kooperationsnetzwerks gegenseitig inspirieren. Besonders anregend wirkt es, wenn der Referent selbst gleich seine Erfahrungen im eigenen Verbund präsentieren und zur Diskussion stellen kann. Tiziano Lorez ist Geschäftsführer der customer world gmbh. Dieser Nicht-mehr-so-ganz-Jungunternehmer ist ein Mann der ersten Stunde im INNOZET und weist eine breite Erfahrung im Umgang mit Wachstum als Berater im Finanzsektor und weiteren Branchen auf. Sein Referat konzentrierte sich insbesondere auf den Moment der Entscheidung, ob ein Jungunternehmen das „Klein und Fein“ zu einer langfristigen Strategie machen will, oder die Risiken zu tragen bereit ist, den Bereich der Mitte, den man vereinfacht mit „Zu klein zum Überleben, zu gross zum Sterben“ beschreiben könnte, zu durchqueren. Klein steht hier nicht nur für die Anzahl der Mitarbeiter, sondern auch für Freiheit, Unstrukturiertheit, Flexibilität. Um auf die andere Seite des Piranha-verseuchten Flusses zu gelangen, braucht es eine Vielzahl von Voraussetzungen, derer sich ein Unternehmen oder ein Unternehmer bewusst sein muss, wenn es oder er diesen Weg beschreiten möchte. Lorez ist ein exzellenter Ansprechpartner für die, die vor dieser Entscheidung stehen. Dass Lorez mit dieser Thematik und seinen Gedankenanstössen den Nerv des Publikums getroffen hat,  bewiesen die engagierten Fragen aus der versammelten Runde. Bei einem gemütlichen Apéro, zu dem uns Gastgeber TRUMPF eingeladen hat, wurde intensiv weiter diskutiert...


16.01.2013 - Runder Tisch und Neujahrsapéro bei GRITEC

Der alljährliche Neujahrsapéro des INNOZET fand dieses Jahr in einer neuen Form statt. Zusätzlich zu den Unternehmen auf dem Standplatz Grüsch wurden heuer auch die Mitglieder des Netzwerks der Kooperationsgesellschaften eingeladen. Grund dafür war die erste Möglichkeit, die Firma GRITEC, ein Mitglied dieses Netzwerks, in ihrem Neubau an der Trutwies in Grüsch zu besuchen.

Dass die Gritec in den vergangenen Jahren erfolgreich gewachsen ist und ihr Angebot ständig erweitert hat, kommt auch im Stil und Glanz des prächtigen Neubaus zum Ausdruck. Die beiden Teilhaber Georg Gujan und Urs Müller berichteten uns, zurecht mit Stolz, über die Ideen und Konzepte, die bei der Planung diese Hightech-Gebäudes berücksichtigt und umgesetzt worden sind.Die Gritec hat gemäss Gujan in der Zukunft die Ambition, den Kunden nicht nur ein wertoller Partner zur Entwicklung von Hightech-Systemen und –Komponenten zu sein, sondern auch mit dem Kunden zusammen als Innovationsmaschine zu  kooperieren. Die hervorragende Infrastruktur in und um den neuen Gritec-Hauptsitz, angefangen beim toll ausgerüsteten Seminarraum mit Aussicht, über die modernen Arbeitsplätze im Grossraumbüro, bis hin zu den verschiedenen grosszügigen technischen Arbeitszonen lässt keine Zweifel aufkommen, dass die Unternehmer ihre gesteckten Ziele auch erreichen werden.

Wir bedanken uns bei der Gritec für den grosszügigen Empfang gleich zu Anfang ihrer neuen Ära und natürlich auch für den reichhaltigen Apéro vorbereitet von den Landfrauen und wünschen der Gritec weiterhin viel Erfolg, Wachstum und zufriedene Kunden.


24.09.2012 - Prättigauer Industriereferat

"Der Industriestandort Schweiz im globalen Wettbewerb"

Technik wird weiblich – Mit diesem Slogan wirbt die Wittenstein AG, ein Unternehmen im Kreise des INNOZET in Grüsch. Dass dies mitnichten nur ein Prättigauer Phänomen ist, bewies eindrücklich unsere diesjährige Hauptrednerin am Prättigauer Industriereferat.

Frau Jasmin Staiblin, CEO ABB Schweiz und designierte CEO der Alpiq-Gruppe, begeisterte mit ihrem Vortrag zum Industriestandort Schweiz  und seinen Besonderheiten und Vorzügen die rund 160 Zuhörer am Standort von TRUMPF und INNOZET.
In höchst eloquenter Art führte sie aus, dass  es das Ziel von internationalen Unternehmen sein müsse, ein Gleichgewicht zu suchen zwischen der Nähe zu den Kunden einerseits und den Ressourcen andererseits. Bei der Beschaffung von Rohstoffen, Know-how und Finanzmitteln sowie der Beurteilung von Marktattraktivität gehe es aber nicht nur um die günstigsten Kosten. Was zähle, sei der return-on-investment. Ebenso müsse eine Balance gefunden werden zwischen reifen und sich entwickelnden Märkten. Dabei genüge es aber nicht, präsent zu sein. „Man muss in jedem dieser Märkte zuhause sein“, ist Jasmin Staiblin überzeugt. „Man muss in China ein Chinese/eine Chinesin sein.“

Auch wenn sich der globale Marktfokus immer stärker auf die sogenannten BRICS-Länder (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) verschiebt, so hat in den Augen von Staiblin die Schweiz dennoch das langfristige Potenzial, eine führende Rolle im internationalen Wirtschaftsgeschehen einzunehmen. Sie braucht sich nicht zu verstecken. Damit dies gelinge, müsse die Schweiz konsequent am Ausbau ihrer Stärken arbeiten. Zu den Standortvorteilen unseres Landes zählt sie die wissensbasierte Wertschöpfung: „Ohne Denkplatz, kein Werkplatz“, unsere fortschrittliche Geschäftskultur und die hervorragende Infrastruktur.

Frau Staiblin, die in der ABB-Gruppe nach Studien an der technologischen Universität Karlsruhe und der königlichen technischen Hochschule in Stockholm eine Bilderbuch-Karriere durchlaufen hat, erzählt dem Publikum begeistert von den Kerntechnologien, die auch in Zukunft Garant für eine Behauptung der ABB Schweiz an der Spitze der Gruppe sein werden. Dazu gehören die Leistungshalbleiter, die zum Beispiel in Umrichteranlagen in grössten Kraftwerkverbunden zur Anwendung gelangen. Frau Staiblin zeigt den staunenden Zuhörern stolz eine runde Halbleiterplatte etwas grösser als eine CD. „Hier sind 100 Formel 1-Autos drauf!“ Sie spricht von der Leistungsfähigkeit der darauf aufgedruckten Halbleiter. 23 Businesspläne habe sie schreiben müssen, bis die Gruppenleitung den riesigen Investitionen in diese Technologie zugestimmt habe. Nun sei sie absolut begeistert, wie gut der Wissensaustausch mit der Forschung funktioniere. Als Zukunftstechnologien im Hause ABB Schweiz bezeichnet sie neue Antriebstechniken im Eisenbahnverkehr, drehzahlgesteuerte Antriebe in Industriemotoren sowie insbesondere die Einbindung neuer Energiequellen. Die Wüsten der Welt empfangen in 6 Stunden mehr Sonnenenergie als die gesamte Menschheit in einem Jahr konsumiert. Die Nutzung dieses Potenzials sei aber nur möglich, wenn neue Lösungen für die Speicherung von Energie in grossem Umfang möglich werde. Daran arbeite man bei ABB mit Hochdruck. Für das Publikum im Saal ist klar: Diese Frau erreicht was sie will! Schon als sie sich im Jahr 2009 als Spitzenmanagerin „erlaubt“ hatte, einen viermonatigen Mutterschaftsurlaub zu nehmen, ist sie dem grossen Medieninteresse mit der kurzen Aussage begegnet, die Stellvertretung sei geregelt, kein Chef führe eine Firma ganz alleine. So wird sie denn auch jetzt die Fäden in ihrem Unternehmen so ziehen, dass ihr bevorstehender Wechsel in den Chefsessel der Alpiq-Gruppe den Erfolg der neuen Spitzentechnologie nicht gefährden wird. Entsprechend gelöst spricht sie denn auch offener als bei anderen Gelegenheiten mit dem Feuer der Begeisterung von der wartenden Herausforderung im kommenden Jahr bei Alpiq.


Als weiteren Gastredner konnte alt-Nationalrätin Brigitta M. Gadient Dr. Gerhard Rübling als Vertreter der TRUMPF-Gruppe begrüssen. Dr. Rübling ist Geschäftsführer der TRUMPF GmbH + Co. KG, Geschäftsführer Dienstleistungen TRUMPF Werkzeugmaschinen GmbH + Co. KG und Arbeitsdirektor. Seine Ausführungen zu den Veränderungen in den sozialen Voraussetzungen für wirtschaftliche Tätigkeiten zeigten auf, dass Firmen mit solchen Veränderungen sehr flexibel umgehen müssen. Gleichzeitig ergänzte er die von Frau Staiblin beschriebene Stärke des Denk- und Werkplatzes Schweiz mit der Aussage, dass hierzulande, wie im Süden Deutschlands, eine sehr hohe Loyalität zu Arbeit und Unternehmung und eine hohe Arbeitsmoral festgestellt werden kann.

Das Publikum hat im Anschluss an die Referate regen Gebrauch von der Möglichkeit gemacht, mit diesen hochqualifizierten Wirtschaftsführern bei einem gemütlichen Apéro persönliche Gespräche zu führen.

Herzlichen Dank an alle Gäste für ihr Interesse, den Referenten für ihre spannenden Vorträge und allen, die vor und hinter den Kulissen zum Gelingen des diesjährigen Prättigauer Industriereferats beigetragen haben. Siehe auch Medienspiegel 2012

Fotos: Erwin Keller


27.06.2012 - Runder Tisch mit Brüniger bei der ARA Klosters

Die 1964 von Heinrich Brüniger zusammen mit zwei Partnern gegründete Brüniger + Co. AG hat sich in den fast 50 Jahren ihres Bestehens vom Kleinbetrieb zum grössten Ingenieurbüro für elektrische Anlagen in Graubünden entwickelt. 1983 trat sein Sohn Arthur Brüniger in die Firma ein und 1991 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.
Als unabhängiges Elektro-Ingenieurbüro kann die Brüniger + Co. AG eine neutrale Bearbeitung garantieren.
Inzwischen beschäftigt Brüniger + Co. AG über 35 Mitarbeiter/innen mit hoher fachlicher Qualifikation und langjähriger Erfahrung. Sie erlauben es, technisch anspruchsvolle Projekte termin- und fachgerecht durchzuführen. Weiter bildet die Unternehmung Elektroplaner- und kaufmännische Lernende aus.
Den Teilnehmern aus dem INNOZET-Netzwerk konnten Arthur Brüniger und seine Mitarbeiter am Beispiel der Abwasserreinigungsanlage Klosters eindrücklich die Leistungsfähigkeit ihres Unternehmens demonstrieren. Die Bandbreite der verschiedensten Anlagen, welche die Brüniger + Co. AG bewältigt, ist besonders bemerkenswert. Begonnen bei Transformationsanlagen, Freileitungen, Wasserkraftwerken bis hin zu Autobahntunnels und Eventhallen, gibt es kaum eine Art Anlage, für die diese Firma nicht schon Planungen realisiert hat.


01.01.2012 - Wechsel im Präsidium

Franco Jenal ist neuer Präsident der Bündner Stiftung INNOZET

An der Stiftungsratssitzung vom 19. Dezember 2011 hat Dr. Ulrich Gadient das Präsidium des Stiftungsrates an Franco Jenal übergeben. Mit der Demission von Dr. Ulrich Gadient geht für das INNOZET eine Ära zu Ende, die man als die erfolgreiche Gründungs- und Aufbau-Periode des INNOZET als Unternehmens-Inkubator bezeichnen darf. Was Dr. Gadient in dieser Zeit für den Werkplatz Prättigau umsichtig und visionär geschaffen hat, kann man mit Worten kaum beschreiben. Ihm gebühren grosse Ehrerbietung und tiefster Dank. Es ist zu einem grossen Teil seiner hartnäckigen Aufbau- und Entwicklungsarbeit zu verdanken, dass am Standort Grüsch mehrere hundert interessante und zukunftsgerichtete Arbeitsplätze entstanden sind.

Franco Jenal ist kaufmännischer Leiter der Trumpf-Unternehmen am Standort Grüsch. Er kennt das INNOZET aus der Vergangenheit bestens, war er doch vor seinem Einsatz in der deutschen Trumpf-Niederlassung in Schramberg bereits als Geschäftsführer des INNOZET in den Jahren 2001 bis 2007 tätig.
Der Stiftungsrat verspricht sich mit der Wahl von Franco Jenal als Dr. Gadients Nachfolger eine konsequente Fortsetzung der bisherigen Strategie im Sinne der Kontinuität, aber auch der guten Zusammenarbeit zwischen Stiftungsrat und Geschäftsführung. Als Vorgänger des Geschäftsführers kennt Franco Jenal alle Belange und die Netzwerkpartner bestens persönlich und garantiert den Fortbestand von ausgezeichneten Beziehungen zur Trumpf-Gruppe.

Das INNOZET wurde 2001 gegründet. Als Unternehmungsgründerzentrum beherbergt, berät und fördert es Jungunternehmen, die eine Affinität aufweisen zu Hightech und zur Maschinenindustrie. Die Stärke des INNOZET liegt in seinem Netzwerk von etablierten Unternehmen in der Region und Institutionen der Wirtschaftsförderung, die dem Jungunternehmer mit ihrer Erfahrung und Vernetzung zur Seite stehen. Heute sind im INNOZET zehn Unternehmen mit total 61 Mitarbeitern tätig, verteilt auf zwei Standorte in Grüsch, bei den Firmen TRUMPF und WITTENSTEIN. Unter den heutigen Verhältnissen kann das INNOZET kurzfristig zwei bis drei weitere Jungunternehmen aufnehmen.


04.11.2011 - Prättigauer Industriereferat

"Wer wollte eine andere Zeit als diese - Ein Lebensbericht"

Einmal mehr konnten im INNOZET am Dienstag, 4. Oktober 2011 über 300 Besucher ein hochkarätiges Prättigauer Industriereferat, durchgeführt in der Industriehalle der Firma TRUMPF in Grüsch geniessen. Im Zentrum stand dieses Jahr die Person von Professor Berthold Leibinger. Diesmal aber nicht allein als höchst verdienter Patron der TRUMPF Gruppe, umsichtiger Unternehmer und industrieller Vordenker und Erfinder, sondern primär als Autor seines Buches „Wer wollte eine andere Zeit als diese – Ein Lebensbericht“.

Kurt Aeschbacher, der bestens bekannte Fernsehmoderator, hat es wunderbar verstanden, subtil, manchmal herausfordernd provokativ und gesamthaft äusserst einfühlsam die überaus reiche Lebenserfahrung seines Gesprächspartners vor den aufmerksamen Zuhörern aufzurollen. Immer wieder las Herr Leibinger wichtige Passagen aus seinem Buch vor. Er berichtet darin nicht nur von seinem einzigartigen geschäftlichen Werdegang, sondern auch von seinem sehr privaten Glück, aber auch von ganz schwierigen Momenten in seinem Leben. Man erfuhr zum Beispiel, dass ihn die ernste, pietistisch geprägte, im Hause der Familie wohnhafte Grossmutter als kleinen Jungen unter dem Verdacht hatte, der Liederlichkeit zu frönen. Diese hatte er, das gab er auf die entsprechende Frage von Aeschbacher gerne zu, definitiv nie Gelegenheit auszuleben, falls sie denn wirklich in ihm vorhanden gewesen wäre. Episoden über seine von der Kriegszeit geprägte Schulzeit, das Kennenlernen seiner Lebensgefährtin Doris, die prägenden Jahre in Amerika und die über 40 Jahre dauernde schrittweise, mit erheblichen finanziellen Risiken verbundene Übernahme der Unternehmensgruppe TRUMPF in den Familienbesitz und deren Übergabe in die Hände der Kinder brachten uns Zuhörern die herausragende Persönlichkeit Leibingers in einer begeisternder Offenheit und Klarheit vor Augen. Das spannende Gespräch hat die Zuhörer dermassen in seinen Bann gezogen, dass man ein zu Boden fallendes Bleistift im ganzen vollen Saal hätte hören können. Es ist dem 80-Jährigen zu wünschen, dass er seine Gesundheit und die geistige Frische und Brillanz noch viele Jahre geniessen kann. 

Wer mehr über das Leben von Berthold Leibinger erfahren möchte, dem sei das Lesen des Buchs wärmstens empfohlen. Es kann über die Buchhandlung „Buch und Bild“ in Klosters oder den Fachhandel bezogen werden. Siehe auch Medienspiegel 2011

Fotos: Erwin Keller


22.06.2011 - Runder Tisch bei INTEGRA Biosciences

Am 22. Juni trafen sich die Vertreter der mit dem INNOZET in Verbindung stehenden Firmen zum bereits zur Tradition gewordenen Runden Tisch, einem Informationsanlass der INNOZET-Firmen und dem Netz der Kooperationsgesellschaften des INNOZET. Dieses Mal waren wir zu Gast bei der INTEGRA Biosciences im Tardisland, Zizers. Die vor 2 Jahren von Chur nach Zizers umgezogene Firma besticht zuerst „äusserlich“ durch den modernen, technisch und ästhetisch sehr interessanten und gelungenen Neubau. Ihr Geschäftsführer, Herr Elmar Morscher, kann aber auch mit den Berichten über die Firmenstrategie und das Produktesortiment von hochwertigen Laborgeräten in den Geschäftsfeldern Flüssigkeitsdosieren, Dampfsterilisation und Handling von Zellkulturen den Besuchern ein Staunen entlocken. Wir sind beeindruckt, dass INTEGRA es schafft, mit ihrer überschaubaren Grösse in zahlreichen Marktnischen auf dem globalen Markt erfolgreich aufzutreten. Dazu gehört ein gehöriges Mass an Komplexitätsbewältigung und das scheint man in der INTEGRA im Griff zu haben. Zu dieser Überzeugung sind wir auf dem äusserst kompetent präsentierten Betriebsrundgang gelangt. Das konsequente Bestreben um innovativen Vorsprung gegenüber den Mitbewerbern ist förmlich spürbar und wird dem Unternehmen hoffentlich auch in der Zukunft ein profitables Wachstum und generellen Erfolg ermöglichen.

Wir danken Herrn Morscher und seinen Mitarbeitern für die Gastfreundschaft, die eindrückliche Präsentation ihrer Firma und den mundigen Apéro.

Informationen über die INTEGRA Biosciences finden Sie auf: www.integra-biosciences.com


31.03.2011 - Projekt KET - Kinder entdecken Technik

Die Pädagogische Hochschule (PHGR), das INNOZET Grüsch sowie die Firma TRUMPF sensibilisieren mit dem Projekt „KET“ erstmals Bündner Kinder im Primarschulalter für Technik und Naturwissenschaften. Auch die Mädchen sollen dank „KET“ Selbstvertrauen in ihre eigenen naturwissenschaftlichen Fähigkeiten entwickeln können.

Verschiedene Studien (PISA 2006 / BASS-Studie vom 12. Dezember 2008 / Bericht des Bundesrates vom August  2010 / Technische Gesellschaft Zürich) zeigen den Zusammenhang zwischen Volksschule und den Eintritt in ingenieurwissenschaftliche Ausbildungen auf. Demnach stehen bereits Ende der Sekundarstufe 1 die Interessen der SchülerInnen hochgradig fest. Umso wichtiger ist es, dass den Kindern schon in jungen Jahren aufgezeigt wird, welche Möglichkeiten die Technik bietet und welches Spektrum an faszinierenden, beruflichen Tätigkeiten in diesem Bereich zur Verfügung stehen.

In Anlehnung an das in Deutschland entwickelte Projekt „KIEWIS“ (Kinder entdecken Wirtschaft), das von den Unternehmen Bosch und TRUMPF im Rahmen der „Wissensfabrik“ (einem Zusammenschluss von mittlerweile rund 70 bekannten deutschen Firmen) entwickelt wurde, legt auch „KET“ das Gewicht auf die Primarschulstufe und versucht sich in dieser Form erstmals in der Schweiz zu etablieren. In Abstimmung mit einem Partnerunternehmen definiert die Schule ihren Plan, leitet daraus Ansprüche ab und tritt dann in den Dialog mit der Wirtschaft. TRUMPF in Grüsch ermöglichte als Partnerunternehmen zusammen mit der Grüscher Primarschule erstmals die Realisierung der Projektidee.

Die Primarschulkinder konnten zusammen mit ihrer Lehrperson und den Mitarbeitenden von TRUMPF Hypothesen aufstellen, Experimente planen und durchführen, Ergebnisse darstellen, interpretieren und schlussendlich den selbst hergestellten Gegenstand in Form eines Schlüsselbrettes präsentieren. Dieser ausserschulische Lernort unterstützt das entdeckende Lernen dank einer forschenden Herangehensweise.

Die PHGR und das INNOZET Grüsch werden nun das Projekt „KET“ nach Abschluss der erfolgreichen Pilotphase weiteren Firmen und Primarschulen im Kanton Graubünden vorstellen. Gegebenenfalls wird hieraus auch eine weitergehende Zusammenarbeit im Sinne einer Wissensfabrik für die Schweiz entstehen. Siehe auch Medienspiegel 2011


22.10.2010 WITTENSTEIN AG

Das Industrieunternehmen weiht neues Produktionsgebäude in Grüsch ein.

Lesen Sie dazu die Pressebereichte im Medienspiegel. 

 

 


11.10.2010 Prättigauer Industriereferate

"Welche Werte brauchen wir nach der Wirtschaftskrise?" mit Dr. phil. Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung der TRUMPF-Gruppe.

Sehen Sie dazu die verschiedenen Presseberichte im Medienspiegel 2010.

 


23.06.2010 - Runder Tisch bei Keller Laser

Am 23. Juni 2010 fand eine weitere Veranstaltung im Rahmen des Runden Tischs statt. Das Netzwerk der Kooperationsgesellschaften des INNOZET traf sich dieses Jahr bei der Keller Laser AG in Trimmis.
Bruno und Barbara Keller und ihre Mitarbeiter erklärten den staunenden Besuchern anhand ihres eindrücklichen Maschinenparks wie individuelle Kundenwünsche effizient und kostengünstig erfüllt werden können.
Der Betriebsrundgang liess erkennen, wie ausgeklügelt die Materialbewirtschaftung organisiert ist, aber auch wie eng es dank gutem Geschäftsgang im erst vor vier Jahren erstellten, also quasi noch neuen Betriebsgebäude schon geworden ist. Dies führt zur Frage, ob wir nicht schon bald einen weiteren Neubau der Keller Laser AG besichtigen werden können.

Anschliessend an den Betriebsrundgang diskutierte man darüber wie ein Unternehmer mit Mitarbeitern umgehen soll, die sich selbständig machen wollen. Es überraschte nicht, dass im Umfeld des INNOZETS niemand der Meinung war, man müsse solche Initiativen möglichst unterbinden. Die Kultur des Unternehmertums ist in unserem Umfeld bestens verwurzelt und wird allseits tatkräftig gefördert.
Herr und Frau Keller liessen es sich nicht nehmen, die Besucher mit einem Apéro von höchster kulinarischer Qualität zu überraschen. Dieser bot den eingeladenen Jungunternehmern beste Gelegenheit, mit den gestandenen Unternehmern unseres Netzwerks der Kooperationsgesellschaften interessante Gespräche zu führen.


10.11.2009 Prättigauer Industriereferate

„Die Herausforderungen des IKRK im globalen Umfeld“
Sein Präsident Dr. Jakob Kellenberger gibt Einblicke in die Arbeit dieser einzigartigen Organisation.

Vor vollem Hause mit rund 180 Teilnehmern durfte Nationalrätin Brigitta Gadient diese überragende Persönlichkeit im INNOZET und den Räumlichkeiten der TRUMPF Grüsch willkommen heissen. Sie würdigte den Hauptreferenten für seine zahlreichen diplomatischen Verdienste zum grossen Nutzen unseres Landes, angeführt von den unter seiner Regie geführten Verhandlungen, welche schlussendlich zu den für Land und Wirtschaft so unerhört wichtigen und segensreichen bilateralen Verträgen mit der EU geführt haben.

Lesen Sie dazu die verschiedenen Presseberichte im Medienspiegel 2009.


10.06.2009 - Runder Tisch bei der Freymatic

Die Vertreter der im INNOZET-Netzwerk verbundenen Gesellschaften trafen sich am 10. Juni 2009 bei der Freymatic AG in Felsberg. Zum Thema „Standort Graubünden für KMU“ analysierte Regierungsrat Dr. Martin Schmid die heutige schwierige Lage mit einer Finanz- und Wirtschaftskrise. Mit Sofortmassnahmen wie vorgezogene Investitionen in geplante Projekte und Subventionen an energiesparende Gebäudesanierungen unterstützt der Kanton die Wirtschaft.
Als Schlüsselfaktoren für einen attraktiven Wirtschaftsstandort bezeichnete der Vorsteher des Departements für Finanzen und Gemeinden gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die Unternehmen und kooperative Behörden und Verwaltungsinstitutionen.
Die Regierung trifft Massnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Steuergesetzrevision 2009 sieht vor, für Unternehmen die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und den Steuerstandort Graubünden attraktiver machen. Im Bildungsbereich wird die Zusammenarbeit der Fachhochschulen intensiviert, um gute technische Fachkräfte auszubilden. Die Voraussetzungen in der Raumordnung, bei Bewilligungsverfahren, bei der Verkehrserschliessung, in der Wirtschaftsförderung mit Steuererleichterungen und in den Gemeinden sollen ebenfalls optimiert und die Wettbewerbsfähigkeit der KMU verbessert werden.
Als Schlussfolgerung hält Regierungsrat Schmid fest: Graubünden braucht Wachstum und KMU sind ideal für den Kanton. Zusammenarbeit und Koordination bei Gesuchen sind für Sektoralpolitiker absolut zwingend. Die Regierung hat sich das Ziel gesetzt, die unternehmerischen Voraussetzungen zu verbessern.
Die anschliessende Fragerunde wurde rege genutzt. Beim Apéro konnte die Diskussion weiter geführt werden. Beim Betriebsrundgang erhielten die Besucher einen Einblick in die Produktion der weltweit im Einsatz stehenden Ziegeleimaschinen der Freymatic AG.
Die kommerzielle Geschäftsführung liegt bei Frau Marianne Manzanell. Für die technische Leitung ist Marco Manzanell verantwortlich. Im Familienunternehmen arbeitet bereits die vierte Generation mit. Ivo Jehli, Unternehmersohn ist Stellvertretender technischer Leiter bei der Freymatic AG und hat mit einer innovativen Idee ein neues Unternehmen gegründet. Die Swiss Carbon Solutions AG entwickelt und baut Gangways für Luxusjachten und Sportboote.


24.04.2008 - Runder Tisch bei der Georg Fischer AG

mit dem Vorsteher des Departementes für Volkswirtschaft und Soziales

"Was kann ein KMU in der Aufbauphase und ein bestehendes KMU an Fördermassnahmen erwarten?“

In seinem Referat informierte Regierungsrat Hansjörg Trachsel über die Fördermassnahmen des Kantons für Unternehmen in der Aufbauphase und für bestehende KMU. Die Förderinstrumente des Kantons sind hauptsächlich im Gesetz über die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung im Kanton Graubünden (GWE); Wirtschaftsentwicklungsgesetz (GWG) enthalten.
Nach dessen Artikel 11 kann der Kanton den Auf- und Ausbau von KMU mit Beiträgen und Darlehen unterstützen. Die Beiträge und Darlehen betragen gemeinsam höchstens 25 % der Investitionskosten. Darlehen können für längstens zehn Jahre gewährt werden. Ausnahmsweise können entsprechende Zinskostenbeiträge gewährt werden.
In der aktuellen Budgetdebatte vom Juni im Grossen Rat wurde kritisiert, dass die letztmals dafür budgetierte Position nicht ausgenützt worden sei. Es ist zu bemerken, dass die Voraussicht, wieviele Gesuche eingehen werden, schwierig ist. Deshalb sind behördliche Annahmen unvermeidlich, nachdem die Pflicht zur Budgetierung besteht. Die effektiven Zahlen werden deshalb wohl meist vom Budget abweichen. (Bemerkung der Berichterstattung).

Regierungsrat Trachsel wies darauf hin, dass Graubünden bei der steuerlichen Unternehmensbelastung etwa im schweizerischen Mittelfeld der Kantone liegt. Zu bemerken ist allerdings, dass dies erst in neuster Zeit der Fall ist, denn die Revision des Steuergesetzes liess allzu lange auf sich warten. (Bemerkung der Berichterstattung).
Der Volkswirtschaftsdirektor konnte sodann mitteilen, dass vom Kanton inzwischen eine mit 30 Millionen Franken ausgestattete Innovationsstiftung errichtet worden ist. Das eröffnet bedeutende Zuschussmöglichkeiten für ausgesprochen innovative Betriebe. Der Stiftungsrat besteht allerdings fast ausschliesslich aus Mitgliedern mit Wohnsitz ausserhalb des Kantons. Dabei ist zu bemerken, dass der Stiftungsrat über die Beitragsgesuche befindet. Die Stiftung ist ein verselbständigter Vermögenskomplex, die Regierung hat demnach keine Entscheidkom-petenz. (Bemerkung der Berichterstattung).
Aus der Mitte der Versammlung wurde sodann auf die Problematik des ungenügenden Angebots qualifizierter Arbeitskräfte aufmerksam gemacht. Der Kanton, so betont Regierungsrat Trachsel, ist auf der Suche nach Lösungen, doch ist die Schwierigkeit gross, einen erfolgversprechenden Weg zu finden. Der Präsident der Stiftung Initial regte an, dass hier die Mittel aus dem Innovationsfonds besonders vielversprechend eingesetzt werden könnten, denn die Innovation beginne bekanntlich in den Köpfen. Die HTW Chur kann jedoch aufgrund der gesetzlichen Voraussetzungen aus eigener Kraft die Problematik nicht meistern. Es braucht die entsprechenden finanziellen Mittel. Eine naheliegende Möglichkeit wäre der Einsatz von Innovationsgeldern, wenn dies der Stiftungszweck zulassen sollte. (Bemerkung der Berichterstattung)

Georg Fischer Seewis bildete seinerzeit den eigentlichen Auftakt der Industrialisierung im Prättigau.
Die positiven Erfahrungen mit diesem Unternehmen waren eine gute Grundlage für die Aufnahme und Motivation der Prättigauer Bevölkerung zur Ansiedlung weiterer Unternehmen.
Heute sind 175 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen unter der Leitung von Geschäftsführer Max Bless im Seewiser Unternehmen tätig. Der Produktionsapparat bei +GF+ ist auf neuestem,  technologischem und höchst innovativem Stand. Solche Prämissen bieten gute Gewähr für Markterfolg und Zukunftschancen.
Die Geschäftsführer der im INNOZET-Netzwerk verbundenen Gesellschaften trafen sich am 24. April 2008 bei der Georg Fischer Kunststoffarmaturen AG in Seewis. Beim Betriebsrundgang erhielten die Besucher einen Einblick in die Produktion der weltweit im Einsatz stehenden Seewiser Kunststoffarmaturen. Innovation wird bei +GF+ gross geschrieben.


15.06.2006 - Runder Tisch bei der CEDES AG

zum Thema: „Internationalisierung“

Einem Unternehmen, das seinen Kundenkreis ausbauen und neue Märkte erschliessen will, stellt sich irgendwann die Frage, ob es mit seinen Produkten ins Ausland expandieren will. Jedes Land hat eine eigene Kultur, andere Gesetzt und Bestim-mungen, die es im internationalen Handel zu beachten gilt.
Die Kooperationsgesellschaften im Netzwerk des INNOZET trafen sich Mitte Juni zum runden Tisch bei der CEDES AG, Landquart. Das Unternehmen ist seit 17 Jahren auf dem internationalen Markt tätig und vertreibt seine Qualitätsprodukte in mehr als 60 Ländern. Der Exportanteil beträgt 85 %.
Herr Beat de Coi, CEO des Unternehmens berichtete von seinen vielfältigen Erfahrungen. Die einzelnen Entwicklungsschritte wurden aufgezeigt und welche Faktoren bei der Internationalisierung Einfluss nehmen. Anschaulich wurde darauf hingewiesen, welche Überlegungen und Analysen ein Unternehmen im Vorfeld machen sollte und wie die Brücke ins Ausland geschlagen werden kann. Aus seiner Fülle an Erfahrungen gab der Referent wertvolle Adressen von wichtigen Informationsquellen und viele praktische Tipps weiter. Er nannte die Erfolgsfaktoren, die auf dem Internationalen Markt ausschlaggebend sind und wie spannend und bereichernd dieser Weg ist.
Beim abschliessenden Apéro bot sich die Gelegenheit für Fragen, Diskussionen und persönliche Gespräche der Kooperationspartner.
Zu Beginn fand ein Betriebsrundgang im neuen modernen Science Park der CEDES statt, der auch einen Ausblick vom 60 Meter hohen Turm beinhaltete.

 
 
 
 
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